Beim direkten Vergleich von Großhandels- und Shop-Rankings wird ein klares Muster sichtbar.
Im Großhandel ist die Nachfrage stark konzentriert. Erbsen dominieren deutlich und machen mehr als die Hälfte des Gesamtvolumens aus, während Rettich und Sonnenblume eine sekundäre Rolle spielen. Die Großhandels-Top-10 folgen einer produktionsorientierten Logik, bei der Effizienz, Wiederholbarkeit und planbare Nachfrage im Mittelpunkt stehen.
Die Ergebnisse zeigen zudem, dass die kosteneffizientesten und zuverlässigsten Sorten das Rückgrat von Produktion und Absatz bilden. Im Großhandelseinkauf bleibt wenig Raum für Experimente. Anbauer setzen auf bewährte, stabile und gut planbare Sorten, die als Basis der wöchentlichen Produktion dienen.
Im Shop sind dieselben Kernkategorien vertreten, jedoch ist ihre Gewichtung ausgewogener. Erbsen bleiben zentral, doch Rettich und Sonnenblume haben einen klar sichtbaren und messbaren Anteil an der Nachfrage, ergänzt durch weitere Sorten. Dieses Muster bedeutet keine schwächere Performance, sondern spiegelt eine andere Funktion des Shop-Portfolios wider.
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Shop-Kunden experimentieren häufiger – sowohl mit Sorten als auch mit Bestellmengen. Bestellungen erfolgen öfter und bedarfsorientiert, statt in festen Großmengen. Kunden fordern Muster an, testen neue Sorten in kleinen Mengen und treffen Entscheidungen stark auf Basis der Optik – in der Praxis wird häufig „mit den Augen“ gekauft.
Kernprodukte und Leitprodukte
Auf Betriebsebene erzeugen einige Sorten hohe Volumina und bilden eine verlässliche Produktionsbasis, während andere in quantitativen Rankings seltener erscheinen, jedoch eine wichtige strategische Rolle spielen. Diese Sorten mit geringerem Volumen sollten nicht als schwache Performer betrachtet werden.
Stattdessen fungieren sie häufig als Anker- oder Leitprodukte für bestimmte Kunden. Restaurants bauen ein Gericht, eine Garnitur oder ein saisonales Menüelement gezielt um ein bestimmtes Microgreen herum auf, selbst wenn es nur einen kleinen Anteil am Gesamtvolumen ausmacht. In solchen Fällen kann die Verfügbarkeit genau dieser Sorte die Wahl des Lieferanten entscheiden.
Dadurch beeinflussen diese Sorten Kaufentscheidungen weit über ihren direkten Mengenanteil hinaus und helfen Betrieben, eine breitere und stabilere Nachfrage für ihre Kernkulturen abzusichern.
Für kleine und mittelgroße Betriebe wird Erfolg daher nicht allein durch Skalierung bestimmt, sondern durch das richtige Gleichgewicht zwischen Zuverlässigkeit und Differenzierung – die Kombination aus stabilen Basiskulturen (Erbsen, Rettich) und ausgewählten Sorten, die Aufmerksamkeit erzeugen (Kapuzinerkresse, Hibiskus) und langfristige Kundenbindung aufbauen.
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3. BIO vs. Konventionell: Warum Bio im Shop und im Großhandel unterschiedlich performt
Der Vergleich zwischen Bio- (BIO) und konventionellem Saatgut zeigt einen klaren Unterschied zwischen dem Kaufverhalten im Großhandel und im Shop. Auf Gesamtmarktebene machen BIO-Samen weiterhin nur einen kleinen Anteil am gesamten Verkaufsvolumen aus. Entscheidend ist jedoch nicht die Größe des BIO-Segments, sondern wie sich die Nachfrage je nach Vertriebskanal unterscheidet.
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Bio-Nachfrage im Shop und im Großhandel
Die Verkaufsdaten zeigen, dass Bio-Saatgut im Shop etwa 2,5-mal häufiger gekauft wird als im Großhandel.
Dieser Unterschied bedeutet nicht, dass Bio-Samen in der großflächigen Produktion weniger relevant sind. Vielmehr zeigt er, wie sich die Rolle von BIO abhängig vom Vertriebskanal und Produktionsmodell verändert.
Warum BIO im Shop stärker ist
Shop-Kunden sind häufig kleinere Betriebe, diversifizierte Anbauer oder Privatpersonen, die Microgreens für den Direktverkauf oder den Eigenbedarf produzieren. In diesem Umfeld hat eine Bio-Zertifizierung oft einen zusätzlichen Mehrwert.
Anbauer, die im Shop einkaufen:
stehen näher am Endkunden,
sind in lokalen oder spezialisierten Märkten aktiv,
kommunizieren Qualität, Herkunft und Anbaumethoden aktiv als Teil ihres Angebots.
Für diese Kundengruppe unterstützen BIO-Samen:
Daher erscheinen Bio-Samen im Shop häufiger als in Großhandelsbestellungen.
Wie BIO in der Großproduktion eingesetzt wird
Im Großhandel werden Kaufentscheidungen primär bestimmt durch:
Konsistenz,
Ertragssicherheit,
Kostenstruktur,
logistische Effizienz.
Das schließt Bio-Saatgut nicht aus, verändert jedoch klar seine Funktion. In größeren Betrieben wird BIO strategisch eingesetzt, häufig für bestimmte Verträge, Kundensegmente oder separate Produktlinien – nicht automatisch als Standard im gesamten Sortiment.
Die Großhandelsdaten zeigen daher eine gezielte und selektive Nutzung von Bio-Saatgut, nicht eine fehlende Nachfrage. Gleichzeitig bleiben konventionelle Samen das Fundament der Produktion, da sie Skalierbarkeit, Stabilität und planbare Lieferketten unterstützen.
Obwohl sich der Gesamtmarkt zunehmend in Richtung Bio entwickelt, erfolgt die Umstellung im Microgreens-Sektor schrittweise. Für viele Anbauer steht zunächst im Vordergrund, Microgreens als verlässliches und regelmäßig nachgefragtes Produkt zu etablieren. Die Erweiterung des BIO-Angebots funktioniert am besten als schrittweiser Prozess, bei dem sich der Markt zunächst mit Microgreens vertraut macht, bevor die Bio-Zertifizierung zum entscheidenden Kaufkriterium wird.
Mehr zur BIO-Zertifizierung finden Sie hier: 📚 Das grüne Qualitätssiegel: Vorteile von ECO-zertifiziertem Saatgut für Microgreens
4. Produkttrends 2024 vs. 2025 (Analytics-basiert)
Dieser Abschnitt vergleicht 2024 und 2025 auf Basis von Analytics-Daten, nicht anhand von Verkaufsvolumen. Statt Kilogramm analysieren wir Veränderungen im Kundenverhalten: Produktaufrufe, Add-to-Cart-Aktionen und Kaufereignisse.
So lässt sich erkennen, welche Sorten an Dynamik gewonnen haben, welche stabil geblieben sind und welche neue Aufmerksamkeit erzeugen, ohne ausschließlich volumenbasierte Vergleiche heranzuziehen.
5. Produkte mit klaren Wachstumssignalen (2024 vs. 2025)
Mehrere Produkte haben ihre Position im Jahr 2025 gestärkt und zeigen ein konsistentes Wachstum entlang mehrerer Phasen der Customer Journey – von Produktaufrufen bis hin zu Kaufentscheidungen.
Erbse, Foxy – Starkes Wachstum bestätigt ihre Schlüsselrolle
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Die Analytics-Daten zeigen eines der stärksten Jahr-zu-Jahr-Wachstumsmuster im gesamten Portfolio. Im Vergleich zu 2024 stieg die Anzahl der Kaufereignisse um rund 100 % und hat sich damit faktisch verdoppelt.
Dies bestätigt die Rolle von Erbse Foxy als zentrale Basissorte, die in unterschiedlichen Anbauersegmenten weiter an Bedeutung gewinnt – von professionellen Betrieben bis hin zu kleineren Produzenten, die ein stabiles Kernportfolio aufbauen.
Brokkoli, Calabrese – Hohe Conversion bestätigt Marktrelevanz
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Brokkoli Calabrese verzeichnete einen klaren Anstieg der Produktaufrufe (rund +15 %) im Jahresvergleich, gefolgt von einem deutlich stärkeren Wachstum bei Add-to-Cart-Aktionen und Käufen (über +60 %).
Diese Kombination zeigt steigendes Interesse bei gleichzeitig verbesserter Conversion. Brokkoli-Microgreens – einschließlich Calabrese – gelten weltweit als eine der führenden Produktkategorien im Microgreens-Markt. Die Analytics-Daten bestätigen diese Position und unterstreichen die Rolle von Brokkoli als verlässliche und breit akzeptierte Kultur.
Amaranth, Red – Wachstum signalisiert breitere Etablierung
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Amaranth zeigt eines der dynamischsten Wachstumsmuster in den Analytics-Daten. Zwischen 2024 und 2025 stiegen die Produktaufrufe um mehr als 60 %, während Add-to-Cart-Aktionen und Käufe in ähnlichem Tempo zunahmen.
Das deutet auf ein nachhaltiges Interesse hin und nicht nur auf kurzfristige Experimente. Amaranth entwickelt sich damit von einem rein visuellen Trendprodukt hin zu einer festeren Größe im Sortimentsportfolio vieler Anbauer.
Tagetes (Essbare Blüten) – Schrittweise Etablierung
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Tagetes verzeichnete einen moderaten Anstieg der Produktaufrufe (etwas über +10 %), kombiniert mit einem deutlich stärkeren Wachstum bei Kaufereignissen (rund +35 %).
Obwohl diese Kategorie im Vergleich zu Kernkulturen weiterhin kleiner ist, deutet das Muster darauf hin, dass essbare Blüten zunehmend an Bedeutung gewinnen. Entscheidend ist, dass das Wachstum nicht nur im Interesse, sondern auch in tatsächlichen Kaufentscheidungen sichtbar wird.
6. Stabile Produkte mit klar definierter Rolle
Einige Sorten hielten zwischen 2024 und 2025 eine stabile Position, ohne starke Beschleunigung, aber mit kontinuierlicher Relevanz.
Kapuzinerkresse (Empress of India) – Stabiles Interesse bei steigender Kaufbereitschaft
Das allgemeine Interesse blieb im Jahresvergleich weitgehend konstant, während die Kaufereignisse um über 30 % zunahmen. Dieses Muster deutet auf ein klares Premium-Signal hin: Das Produkt erreicht eine konstante Zielgruppe, und diejenigen, die sich damit beschäftigen, kaufen zunehmend auch tatsächlich.
Mehr zum Anbau von Kapuzinerkresse-Microgreens finden Sie hier: 📚 Alles, was Sie über den Anbau von Kapuzinerkresse-Microgreens wissen müssen – FAQs beantwortet!
Rettich-Sorten – Stabile Nachfrage als unterstützende Portfolio-Kultur
Rettich-Produkte zeigen in beiden Jahren konstante Interaktion und stabile Kaufzahlen, ohne starke Wachstums- oder Rückgangssignale. Anstatt Marktdynamik zu treiben, fungiert Rettich weiterhin als verlässliche Ergänzungskultur, die in diversifizierten Portfolios und Produktionsplänen fest verankert ist.
Frühe Signale wachsender Aufmerksamkeit
Die Analytics-Daten zeigen zudem Produkte, die noch keine Hauptumsatztreiber sind, jedoch zunehmende Aufmerksamkeit erhalten.
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Im Jahr 2025 stiegen die Produktaufrufe für:
Lupine,
Kichererbse,
Mungbohne.
Zum aktuellen Zeitpunkt spiegeln diese Signale vor allem Neugier und frühes Interesse wider, noch keine gesicherte Nachfrage. Solche Muster gehen jedoch häufig einer breiteren Marktdurchdringung voraus – insbesondere wenn Anbauer Differenzierung suchen oder auf spezifische Kundenanfragen reagieren.
Wie Analytics-basierte Trends zu lesen sind
Analytics-Daten messen nicht die Produktionsmenge. Sie zeigen, wie Anbauer und Kunden Produkte entdecken, vergleichen und Kaufentscheidungen treffen.
Wenn Produktaufrufe, Add-to-Cart-Aktionen und Käufe gleichzeitig steigen, deutet das auf:
zunehmende Bekanntheit,
steigendes Vertrauen,
verbesserte Conversion.
Steigt das Interesse schneller als die Käufe, signalisiert das häufig eine frühe Testphase oder eine sich entwickelnde Kategorie.
7. Zubehör: Nachfragesignale jenseits von Saatgut
Die Analytics-Daten zeigen, dass Zubehörprodukte eine unterstützende, aber klar differenzierte Rolle im Kaufverhalten spielen – mit unterschiedlichen Mustern je nach Produkttyp.
Anzuchtschalen – Stabile Nachfrage im Zusammenhang mit aktiver Produktion
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Extra Strength Anzuchtschalen zeigen stabiles Wachstum im Jahresvergleich. 2025 stiegen die Produktaufrufe um rund 6 %, während die Kaufereignisse um nahezu 30 % zunahmen. Das deutet auf eine höhere Conversion bei moderatem Traffic-Wachstum hin.
Dies spricht dafür, dass Schalen vor allem von Betrieben gekauft werden, die bereits aktiv Microgreens produzieren – nicht von reinen Informationssuchenden.
Die Daten bestätigen, dass Schalen ein praxisorientiertes, umsetzungsnahes Produkt sind, das eng mit laufender oder wachsender Produktion verbunden ist – nicht mit Experimentierphasen.
Anzuchtsubstrate – Rückläufiges Interesse als Zeichen etablierter Nutzung
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Kokosfaser zeigt 2025 im Vergleich zu 2024 einen Rückgang in allen Analytics-Kennzahlen. Die Produktaufrufe sanken um über 18 %, Add-to-Cart-Aktionen um fast 48 %, und Käufe um rund 38 %.
Dieses Muster deutet darauf hin, dass Kokosfaser kein Entdeckungsprodukt mehr ist, sondern ein etabliertes Betriebsmittel, das bereits in vielen Produktionsabläufen fest integriert ist.
Die geringere Interaktion bedeutet nicht Ablehnung, sondern vielmehr, dass das Produkt routinemäßig genutzt wird und weniger erneute Entscheidungsprozesse erfordert.
CocoMat – Hohes Interesse bei stabiler Umsatzentwicklung
CocoMat zeigt ein gegensätzliches Muster. Die Produktaufrufe stiegen um über 34 %, während die Kaufereignisse um mehr als 35 % zunahmen.
Dies deutet auf wachsendes Interesse und eine breitere Nutzung in Produktionsprozessen hin. Die Daten sprechen nicht für einen reinen Premium-Effekt, sondern für zunehmende Standardisierung und wiederholte Anwendung, wodurch sich CocoMat als etablierte Lösung im Anbausystem positioniert.
Düngemittel – Nischenprodukt mit konstanter Nachfrage
Die Analytics-Daten zeigen, dass Düngemittel eine moderate, aber stabile Nachfrage erzeugen. 2025 stiegen die Produktaufrufe um rund 16 % im Vergleich zu 2024.
Gleichzeitig nahmen die Kaufereignisse leicht zu (etwa +3 %), während der Gesamtumsatz um rund 13 % wuchs.
Dieses Muster zeigt, dass Düngemittel keine Impulskäufe sind. Sie werden gezielt erworben, meist als Teil strukturierter Produktionsabläufe oder Optimierungsmaßnahmen.
Die Daten bestätigen Düngemittel als spezialisiertes Betriebsmittel, das primär von erfahrenen Betrieben eingesetzt wird. Sie dienen der Effizienzsteigerung, Stabilität und Skalierung – nicht als Einstiegsprodukt für Anfänger.
Gesamteinschätzung
Über alle Zubehörkategorien hinweg zeigen die Analytics-Daten, dass Zubehörprodukte selten entdeckungsgetrieben sind.
Sie unterstützen Umsetzung, Optimierung und Wiederholungskäufe. Ihre Rolle besteht nicht darin, neue Nutzer anzuziehen, sondern Betriebssicherheit und Produktionsstabilität zu stärken, sobald die Anbauentscheidung bereits getroffen wurde.
📚 Welches Zubehör benötigen Sie für den Anbau von Microgreens? (Vom Einstieg bis zur kommerziellen Produktion)
8. Demografie hinter den Trends
Verkaufs- und Analytics-Daten aus 2025 werden aussagekräftiger, wenn sie im Zusammenhang damit betrachtet werden, wer die Kunden sind und wie sie mit dem Shop interagieren. Demografische Daten und Geräteanalysen helfen zu erklären, warum bestimmte Produkte im Großhandel dominieren, während andere über Shop-Käufe und Analytics-Trends an Dynamik gewinnen.
Altersgruppen: Wer trifft die Entscheidungen
Die zentrale Nutzergruppe auf der MP SEEDS Website liegt im Altersbereich von 25–44 Jahren. Diese Gruppe stellt den Großteil der aktiven Nutzer, Interaktionen und Kaufentscheidungen.
Typischerweise handelt es sich dabei um Personen, die:
aktiv ein Microgreens-Business betreiben,
Restaurants, Einzelhandel oder lokale Märkte beliefern,
oder eine semi-professionelle Produktion mit klarer kommerzieller Zielsetzung aufbauen.
Jüngere Nutzer (18–24 Jahre) machen einen kleineren Anteil der Käufe aus, zeigen jedoch hohe Engagement-Werte. Sie verbringen mehr Zeit mit der Erkundung von Produkten und Inhalten, was eher auf Lern- und Testphasen als auf unmittelbare Großbestellungen hindeutet.
Ältere Altersgruppen (45+) erscheinen seltener im Gesamttraffic, zeigen jedoch ein stabiles und bewusstes Verhalten. Trotz geringerer Menge weisen sie eine starke Interaktion und eine höhere Conversion-Wahrscheinlichkeit auf – ein Hinweis auf gezielte und konsistente Kaufentscheidungen.
Geschlecht: Unterschiedliches Engagement, ähnliche Ergebnisse
Die demografischen Daten zeigen eine gemischte Geschlechterverteilung, wobei ein großer Anteil der Nutzer als unbekannt klassifiziert ist (74,2 % aller aktiven Nutzer). Unter den identifizierten Nutzern entfallen 15,1 % auf weibliche und 13,4 % auf männliche Nutzer.
Innerhalb dieses identifizierten Segments sind klare Verhaltensunterschiede sichtbar. Weibliche Nutzer erkunden tendenziell mehr Produkte und Inhalte, während männliche Nutzer höhere Conversion-Raten und längere Interaktionsphasen vor dem Kauf zeigen.
Dieses Muster weist nicht auf unterschiedliche Produktpräferenzen hin, sondern auf unterschiedliche Entscheidungsstile – beide tragen wesentlich zur Gesamtleistung im Verkauf bei.
Geräte: Recherche vs. Kaufentscheidung
Die Gerätedaten liefern eine der klarsten Erklärungen dafür, wie Kunden den Kaufprozess durchlaufen.
Mobile Geräte dominieren den Gesamttraffic und werden hauptsächlich für Recherche, Vergleich und erste Orientierung genutzt – rund 60 %.
Desktop-Geräte machen einen kleineren Anteil des Traffics aus, sind jedoch für einen überproportional hohen Anteil der Kaufentscheidungen und Bestellungen mit höherem Warenwert verantwortlich – rund 38 %.
Dies bestätigt, dass viele Kunden:
Produkte mobil entdecken,
Optionen über einen gewissen Zeitraum vergleichen,
und den Kauf anschließend am Desktop abschließen.
9. Fazit: Zentrale Erkenntnisse für 2026
Großhandel und Shop erfüllen unterschiedliche Funktionen
Der Großhandel ist auf Effizienz und Konzentration ausgerichtet, während der Shop Flexibilität, Experimentierfreude und Differenzierung unterstützt.
Erbsen bleiben das Fundament der Microgreens-Produktion
Sie dominieren den Großhandel und bilden die Basis für planbare, wiederholbare Produktionsstrukturen im großen Maßstab.
Kernsorten generieren Volumen, Nischensorten schaffen Kundenbindung
Verlässliche Kulturen sichern regelmäßige Bestellungen, während ausgewählte Nischenprodukte helfen, neue Kunden zu gewinnen und bestehende langfristig zu binden.
BIO-Saatgut hat eine strategische, nicht dominante Rolle
Bio macht weiterhin nur einen kleinen Anteil des Gesamtvolumens aus und wird gezielt für bestimmte Kundensegmente oder Produktlinien eingesetzt.
Zubehör steht für aktive Produktion, nicht für bloßes Interesse
Schalen, Substrate und Düngemittel werden mit klarer betrieblicher Absicht von etablierten Anbauern gekauft – nicht aus reiner Neugier.
Die Nachfrage 2025 ist diszipliniert und umsetzungsorientiert
Erfolg basiert auf Zuverlässigkeit, klar strukturierten Sortimentsentscheidungen und operativer Stabilität – nicht auf maximaler Breite oder kurzfristigen Trends.
10. FAQ – Microgreens-Markt 2025 (basierend auf MP SEEDS Daten)
Warum dominieren Erbsen die Microgreens-Großproduktion?
Erbsensorten machen 2025 mehr als 50 % des gesamten Großhandelsvolumens aus. Das liegt in erster Linie an der Produktionslogik, nicht nur am Geschmack. Erbsen benötigen höhere Aussaatmengen, erzeugen ein höheres Kilogramm-Volumen und bieten eine starke Wiederholbarkeit zwischen den Chargen. Für Großbetriebe bedeuten sie planbare Erträge, stabile Nachfrage und einfachere Produktionsplanung.
Was ist der Unterschied zwischen Großhandels- und Shop-Verkäufen bei Microgreens?
Großhandelsverkäufe spiegeln Entscheidungen im Produktionsmaßstab wider, mit Fokus auf Wiederholbarkeit, Logistik und Kosteneffizienz. Shop-Verkäufe umfassen kleinere Betriebe, Restaurants und Einzelanwender, was zu mehr Experimenten und stärkerer Sortendifferenzierung führt. Die gleichen Kernkategorien erscheinen in beiden Kanälen, übernehmen jedoch unterschiedliche Funktionen. Der Großhandel zeigt die Produktionsstruktur, der Shop die Vielfalt der Anwendungsfälle.
Zeigen Großhandelsdaten, welche Microgreens wirklich gefragt sind?
Großhandelsdaten zeigen vor allem, was sich am einfachsten und sichersten skalieren lässt – nicht reine Marktbewertung oder Konsumentenbeliebtheit. Da Großhandelsdaten in Kilogramm gemessen werden, rangieren Kulturen mit größeren Samen und höheren Aussaatmengen automatisch höher. Großhandelsrankings sollten daher als Indikator für Produktionsstrukturen verstanden werden, nicht als direktes Maß für Verbraucherpräferenzen.
Warum wählen Anbauer bestimmte Sorten innerhalb von Erbsen oder Rettich?
Anbauer betrachten Erbsen oder Rettich nicht als austauschbare Kulturen. Verschiedene Sorten unterscheiden sich hinsichtlich Kostenstruktur, Ertrag, Wuchsverhalten, Ertragsstabilität, optischer Wirkung und Kundenakzeptanz. Die Großhandelsdaten zeigen, dass mehrere Sorten innerhalb derselben Kategorie par
Mat Przybiński
Inhaber von MP SEEDS und Microgreens-Anbauer mit 10 Jahren praktischer Erfahrung. Seit über 5 Jahren baut er ein Unternehmen auf, das Saatgut und Anbauzubehör an Produzenten in ganz Europa liefert. Er hat mit Hunderten von Microgreens-Sorten gearbeitet und konzentriert sich dabei auf hohe Keimqualität, gleichmäßige Erträge sowie die Lösung von Problemen wie Schimmel und ungleichmäßigem Wachstum.
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